7 Tipps zur Gründung eines Online-Shops

  • Mehr als die Hälfte aller 14 bis 74-jährigen Österreicher kaufen bereits mindestens einmal im Jahr online ein. Die steigernde Beliebtheit, im Netz zu shoppen, sehen viele Unternehmer als Chance einen eigenen Online-Shop zu eröffnen.

    Was aber auf den ersten Blick einfach erscheint, braucht eine sorgfältige Vorbereitung und einen guten Plan, um in dieses Geschäftsfeld einzusteigen. Denn der Wettbewerb ist gewachsen und nach wie vor dominieren große Marken das Geschäft, doch in vielen Nischen entwickelt sich das Online-Business. Auch kleine und regionale Unternehmen können mittels Online-Shop ihre Kundenreichweite erhöhen. Der Umsatz der Top 250 Onlineshops Österreichs lag 2016 (Statista, EPI) bei 2,3 Milliarden Euro, das ist ein Plus von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die ersten zehn erwirtschaften rund die Hälfte des Gesamtumsatzes. Also ein guter Ansporn, diesen Schritt zu wagen. Hier einige Tipps zur Gründung eines Online-Shops.

1. Die richtige Shop-Software

  • Diese zu finden ist anfangs die größte Herausforderung. Es gibt unzählige Anbieter für Online-Shop-Lösungen, aber generell kann man zwischen drei Lösungen unterscheiden. Dem Mietshop, wie ihn zum Beispiel Strato, Jimdo oder Lightspeed anbieten. Bei diesen Anbietern wird eine Software gemietet, die vorkonfiguriert ist und auf dem Server eines Webhosters betrieben wird. Der Webhoster bietet die technische Infrastruktur, Designvorlagen und Wartungen. Ihre einzige Aufgabe ist es, Produkte einzupflegen, Bestellungen zu verwalten und zu liefern. Darüber hinaus gibt es Open-Source-Lösungen etwa von Magento oder XTC. Eine gekaufte Software bietet natürlich mehr individuelle Freiheit. Die dritte Variante wäre eine Eigenentwicklung, diese bedingt jedoch viel technisches Know-how und ist meistens mit höheren Kosten verbunden. Was man wirklich braucht, hängt von vielen Faktoren ab und ist sehr individuell.

    www.strato.de
    www.jimdo.com
    www.lightspeedhq.de
    https://magento.com
    www.xt-commerce.com

2. Warenwirtschaft im Griff

  • Da zu Beginn meist noch wenige Verkäufe und Transaktionen stattfinden, sind Buchhaltung, Warenwirtschaft und CRM noch leicht überschaubar. Aber mit steigendem Umsatz wird der Aufwand hinter den Kulissen größer. Hochrelevant: eine ordentlich strukturierte Lagerhaltung verbunden mit der Buchhaltung (Software).

3. Planung der Online-Shop-Struktur

  • Ebenfalls von großer Bedeutung ist die Struktur des Online-Shops. Diese sollte man schon früh im Gründungsprozess planen. Ein gutes System für Produkte und deren Kategorieeinordnung sollte logisch und einfach sein. Eine schlecht erkennbare Struktur erschwert die Navigation für Kunden. Shop-Betreiber sollten von Anfang an das „große Bild“ vor Augen haben, auch wenn sie mit nur wenigen Produkten starten, denn langes Suchen, zu viele Unterseiten oder Doppelkategorien verschrecken den Kunden.

4. Rasche Lieferung

  • Ein Grund warum Amazon so erfolgreich ist, ist die kurze Lieferzeit – selten wartet man länger als zwei Tage auf sein Paket. So sollte das auch bei Ihrem Online-Shop sein. Kunden warten ungern auf die bestellte Ware.

5. Zahlungsarten für Onlineshops

  • eps-Überweisung ist ein sicheres Online-Bezahlsystem für Konsumenten und Betreiber von Online-Shops. Sie setzt auf das Online-Banking der österreichischen Banken auf und ermöglicht so ein einfaches und sicheres Bezahlen von Internet-Einkäufen, auch ohne Kreditkarte. PayPal – ein Onlinebezahldienst, der sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Bei Vorauskasse liegt das volle Risiko beim Kunden, beim Kauf auf Rechnung wiederum beim Händler. Die Zahlung per Lastschrift oder Nachnahme ist wenig verbreitet. Die Volksbank bietet ihren Kunden EPS-Zahlung oder über ihren Partner SIX Payment auch Kartenzahlungsmöglichkeiten für Webshopbetreiber - interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer nehmen hierfür Kontakt mit der Volksbank auf.

6. SEO-Grundlagenwissen

  • Ein allzu oft vernachlässigter Punkt ist SEO (Search Engine Optimization = Maßnahmen, die dazu dienen, dass Ihre Inhalte im Suchmaschinenranking in den unbezahlten Suchergebnissen auf höheren Plätzen erscheinen). Man muss kein SEO-Profi sein, um einen Online-Shop zu erstellen, aber man sollte sich zumindest mit den Grundlagen beschäftigt haben. SEO ermöglicht Ihnen von Suchmaschinen sicher gefunden zu werden – auch ohne Budget für Werbung.

7. Rechtliche Aspekte

8. Der Kunde ist König

  • Auch im Onlinehandel ist der Kunde König und erwartet sich eine exklusive Betreuung. Ihr Kunde könnte jederzeit anderswo einkaufen. Zwecks Kundenbindung sollten sie etwas bieten, das es bei der Konkurrenz nicht gibt. Das können Produkte, der Preis oder ein außergewöhnlicher Service sein. Andere Möglichkeiten für das Kundenservice sind die leichte Kontaktaufnahme, die einfache Abwicklung von Retouren, ein Geschenk, ein nettes Briefchen, Auszeichnungen und Gütesiegel; auch ein informativer Blog lässt Kunden wiederkehren und sich besonders fühlen.

    Schließlich: analysieren Sie ihre Konkurrenz regelmäßig und im Detail – welchen USP können nur Sie bieten und wie heben sich Ihre Produkte von anderen Anbietern ab? Kreativität ist immer gefragt.

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